
Beschäftigung im Defence-Sektor
Vollgas beim Beschäftigungsaufbau
Der aktuelle Aufschwung ist keine allein deutsche Entwicklung. Die Verteidigungsausgaben steigen in ganz Europa. Viele Länder haben Nachholbedarf, denn ihre Bestände liegen u. a. durch die Unterstützung der Ukraine unter dem Stand von vor 2022. Die höheren Investitionen in Verteidigung führen zu erheblichen Beschäftigungseffekten, die regional sehr unterschiedlich ausfallen, so eine Studie der DekaBank und EY. Die höchsten absoluten Effekte werden demzufolge in Deutschland, Polen und Großbritannien erwartet. Die Initiatoren der Analyse gehen davon aus, dass die Investitionen allein in Deutschland 50.000 Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern werden. Laut Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) arbeiteten 2025 rund 135.700 direkt Beschäftigte in der Branche, hinzu kommen Zulieferer aus zivilen Branchen. Die Zahl dürfte allerdings schon überholt sein.
Von den gestiegenen Investitionen in die Verteidigung profitieren auch andere Branchen, z. B. IT, Elektronik oder Bauwirtschaft. Viele Unternehmen aus dem zivilen Bereich denken auch darüber nach, zumindest teilweise in den Verteidigungssektor einzusteigen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über Kooperationsabsichten oder konkrete Projekte berichtet wird.

